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Waldemar

Es gibt in Deutschland keinen Antisemitismus, es sei denn, man möchte ihn sehen – eine Erwiderung auf Alexander Wallasch

Alexander Wallasch hat zwei Bücher veröffentlicht, weshalb er Schriftsteller genannt werden darf und schreibt eine wöchentliche Kolumne für das Online-Debatten-Magazin The European. Antisemitismus gehört zu seinen Lieblingsthemen oder besser das vehemente Bekämpfen dessen, was er Antisemitismuskeule nennt, denn jüdische Finsterlinge, allen voran Henryk M. Broder, den Schrecken aller ordentlichen Deutschen, sieht er in diesem Land am Werk, Geistesgrößen wie Günter Grass und Jakob Augstein mit selbigem Schlagwerkzeug zum Verstummen zu bringen. Nein, kennen muss man den Kolumnisten nicht, die Beschäftigung lohnt das Exemplarische der Ausführungen. Die gewollt naive Empörung des guten Deutschen über einen Vorwurf, den er so ganz und gar nicht mag.

Das wurde schon anlässlich der Debatte zum Grassgedicht auffällig, wo der Autor partout nichts Antisemitisches erkennen konnte, was beweist, dass auch Grottiges inspirierend sein kann, da es provozierte, genau das einmal herauszuarbeiten. Nun also zum Musterschüler des Letzte-Tinte-Greises, der schon die Lyrik-per-Entertaste aufwärmte und seinerzeit mit der umwerfenden Theorie kam, würde Deutschland nicht die U-Boot-Lieferungen subventionieren, wäre Geld für die Schleckerfrauen vorhanden gewesen, worin Herr Wallasch gewiss auch nichts gesehen haben mag, was auf Antisemitismus hindeutet, selbst, wenn er es nachlesen sollte. Und der fiese Broder fängt schon wieder an. Da fühlt der Wallasch sich herausgefordert, einmal grundsätzlich Gedanken über Antisemitismus zu Papier zu bringen, schließlich versteht er Broders Vorwurf schon wieder nicht.

Er macht das Lesen nicht einfach, etwas unstrukturiert ist es und die eingestreute alte Rassistin füllt auch eher zusammenhanglos die Zeilen. Mit Mühe lässt sich aber eine Aussage erkennen: In Deutschland werde über Antisemitismus gesprochen, dieser könne nicht nur auf Rechtsextremisten beschränkt sein, da Studien ihn auf 20% definierten, aber keiner könnte wirklich sagen, was das wäre und darum gäbe es böse Menschen, die anderen das unterstellen würden, selbsternannte Antisemitismusrichter nennt er die, und damit die Karriereambitionen der Verfolgten schädigten. Das alles festgemacht am Beispiel des Jakob Augstein und der Reaktion von Henryk M. Broder. Wo doch ein gebildeter Journalist wie der Walsersohn nie im Leben etwas Antisemitisches von sich geben würde. Es bräuchte daher einer allgemeinverbindlichen Antisemitismusdefinition, damit Broder keine umgekehrten Stürmerartikel mehr schreiben könnte, womit Wallasch nebenbei zeigt, entweder nie einen Stürmerartikel gelesen zu haben oder das längst verdrängt hat; er schwadroniert hernach noch pseudoironisch über die Möglichkeit eines genetischen Antisemitismus, weil die Deutschen den Judenmord begangen haben und entblödet sich nicht, den Witz hinzuzufügen, ob das dann umgekehrter Rassismus wäre. Geschenkt, Humor ist bekanntlich, wenn man trotzdem lacht.

Nun mag Herr Wallasch dieses eher wirre Geschreibe für eine Kolumne halten, nach all der Mühe, da durchzusteigen, soll ihm wenigstens geholfen werden. Antisemitismus, Herr Wallasch, Sie haben es selber geschrieben, ohne es zu verstehen, ist die negative Haltung gegenüber Juden, das Belegen von Juden mit negativen Eigenschaften. Er geht einher mit der Zuschreibung von Weltverschwörungen aller Art durch ein ominöses Weltjudentum, ökonomischer Art, politischer Art, die Protokolle der Weisen von Zion sind das augenfälligste Beispiel, alle großen Schreckensereignisse der Welt werden zu Ergebnissen jüdischer Komplotte. Hitlers berüchtige Rede, wenn es dem Weltjudentum gelänge, die Welt erneut in einen Krieg zu bringen, wäre das Ergebnis die Ausrottung des Judentums in Europa, dreht nicht nur die Wahrheit um, sondern arbeitet mit genau jenem kranken, erdachten Verschwörungszenario. Die moderne Variante, nachdem das „Weltjudentum“ heutzutage seinen Staat hat, sind die 9/11 Truther, die dem Mossad die Urheberschaft unterstellten und die Lüge in die Welt setzten, die jüdischen Angestellten, die im WTC gearbeitet hätten, wären, von Israel gewarnt, am Tag des Massenmords nicht zur Arbeit erschienen. Soweit verstanden, Herr Wallasch?

Jetzt kommt Jakob Augstein: „Kann man sich vorstellen, dass der kriminelle Kopte, der sich das vermutlich im Gefängnis ausdachte, und seine Crew ohne ihr Wissen dafür missbrauchte, in anderem als im eigenen Auftrag handelte? Zumindest traut man den Fundamentalisten im Lager der US-Republikaner und in der israelischen Regierung zu, die unerwartete Schützenhilfe politisch auszunutzen – was sie auch tun.“ „Seien Sie ehrlich, hätten Sie vor dem Broder-Ausraster vermutet, das könne antisemitisch sein?“, schreibt Wallasch. Jeder hat das, außer der Unschuld Wallasch, genau darum nämlich hat Broder keiner widersprochen und Augstein auf den Rechtsweg verzichtet. Klar, schreibt Augstein nicht, der Jude ist schuld, so primitiv und dumm ist er nun auch nicht, nein, diesen Schluss überlässt er voll und ganz dem Leser, doch man muss nun wirklich den Kopf woanders hin gewendet haben, um das nicht dem Text entnommen zu haben; die jüdischen Verschwörer samt CIA als Drahtzieher. Völlig sinnfrei darüber hinaus, weil die vorhersehbare Folge der Botschaftsmorde eher der feige Rückzug des Westens ist und nur Nachteile für Israel bringt, denn die Leisetreterei ist voll in den Trend geraten. Wirklich, der antisemitische Klassiker schlechthin. So offensichtlich, dass es einem schon dusselig vorkommt, es derart dezidiert auszuführen. Und doch motiviert es den Kolumnisten, sich über den Antisemitismusvorwurf zu beklagen.

Vielleicht sollte man beim Wallasch selber beginnen, sich Gedanken zu machen. Jedesmal, wenn Antisemiten benannt werden, ist er da, nichts ist ihm zu dreist, nicht den Naivling zu spielen, der gar nichts sehen kann. Antisemitismus beginnt eben nicht erst auf der Rampe. Er hat nach Auschwitz geführt, aber es gibt ihn genauso im Kleinen, im Alltag und er ist nicht auf Rechtsradikale beschränkt. Er ist bei Occupy zu Hause, wo die jüdischen Bankhäuser die Welt verderben, er lebt, wo der hessenkleine Staat der Juden zum Weltfokus wird, den man täglich beobachtet, gleich den Weltfrieden gefährden lässt, mit völlig anderem Maß misst, als alles, was sonst auf der Welt geschieht, dem man die übelsten Verschwörungen zuschreibt, während man jede noch so dreist offensichtliche Propagandalüge der Gegenseite übernimmt, er springt dort ins Auge, wo man einen Menschen fragt, ob er Jude wäre und ihn dann zusammenschlägt, er wuchert im deutschen Bauchgefühl, wenn es um Wiedergutmachungsgelder geht, wie lange soll man eigentlich noch zahlen, bar jeder Sachkenntnis, und darum, angeblich Bestimmtes nicht sagen zu dürfen, weil die Juden dann mit Auschwitz kämen, um anschließend loszulegen, gleichwohl solch Gesagtes ohnehin jeden Tag die Zeilen füllt und er bricht sich ungehemmt Bahn, wenn unappetitliche Beschneidungsdebatten den Vorwand eröffnen, es den Juden in der Maske des Kinderschützers einmal zu zeigen. Aber natürlich, alles ist unsichtbar. Es sei denn, Herr Wallasch sähe hin.

Aber wer will denn noch hinsehen, wenn es längst Konsens des gesunden Volksempfindens ist. Da liefe man höchstens Gefahr, sich selber zu erkennen. So hat es seine Logik, dass es in Wahrheit längst keinem mehr Nachteile bringt, als Antisemit geoutet zu werden. Diese Unterstellung taugt nur noch, bei Grass wie Wallasch verwendet, zur Opferlegende. Oder hat jemand davon gehört, dass Augstein ein Problem bekommen hätte? Grass jedenfalls hat heute mehr Fans, als je zuvor, ganz ohne, dass einer von denen je ein Buch von ihm gelesen hätte. Eng wird es allenfalls für Rechte, wie diesen unseligen Hohmann vor ein paar Jahren. Der zündelte mit einem anderen, mangels Bolschewismus außer Mode gekommenen Stereotyp, dem Judentum als Täter des mordenden Kommunismus, natürlich auch zwischen den Zeilen formuliert, genau wie Augstein. Und musste damals zu Recht gehen. Bei Augstein heute interessiert das kein Schwein mehr.

In einem aber stimmt des Wallasch Gedankengang. Antisemit sein, das will einfach keiner mehr. Weshalb sich die Hohmanns und Augsteins allein ob dieser Bezeichnung unschuldig verfolgt fühlen. Von wem? Na, vom Juden natürlich.

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Über Waldemar Pabst

Undogmatischen Konservativer. Nazifeind, Antikommunist, entschiedener Gegner jedes religiösen Totalitarismus, Rassismus und nicht zuletzt der Verschwörungstheoretiker. Bekennender Israelfreund und das, was man einmal einen “Atlantiker” nannte. Vertritt uneingeschränkt das Gesellschaftssystem der freien Welt. Blog: https://schwarzoderweiss.wordpress.com/

Diskussionen

30 Gedanken zu “Es gibt in Deutschland keinen Antisemitismus, es sei denn, man möchte ihn sehen – eine Erwiderung auf Alexander Wallasch

  1. Mein lieber böser Junge, was die Beschäftigung mit dem Thema angeht, sind Sie dem Wallasch aber himmelweit voraus, liest man ihre Themenliste hier. Das kann man von Wallaschs Liste auf European, auf Subway und wo er sonst noch so veröffentlichen mag nicht behaupten. So ist ihre Herleitung bereits falsch. Und was ist das hier überhaupt? Eine ziemlich dreiste Bewerbung bei Broders Achse? Sie wären auch gerne Kolumnist wie Wallasch und die anderen bösen Jungs? Dafür fehlt Ihnen aber das Talent und vieles mehr! Aber hier in Ihrer Blog-Ecke sind sie doch gut aufgehoben.

    Verfasst von Fichtenberg | 24. September 2012, 10:39
  2. Also ich bin Jude! So Jude wie man nur Jude sein kann. In 500 Jahren gab es keine Schikse und keinen Scheigez im Hause Poznanski. So philosemitisch Herr Pabst und so antisemitisch Herr Wallasch auch klingen mögen, so würde ich mich im Falle einer erneuten Judenverfolgung ganz sicher bei Herrn Wallasch geborgener versteckt fühlen, als bei dem unehrlichen Herrn Pabst.
    Was Broder angeht, Ja, Augstein ist ein Antisemite! Was Pabst angeht, Ja, auch dieser ist ein Antisemit der Broder gerne die aborale Digestionsapertur liebkost. Ein Loser aus Hamburg

    Verfasst von Adam Poznanski | 24. September 2012, 12:46
  3. Eine ziemliche Ferkelei die Sie hier abliefern. Nicht nur in der Argumentation fragwürdig, sondern auch abstoßend im Diskreditierungsversuch eines Verdienteren Schreibers. Ich hab’s: „schäbig“ ist das passende Wort.

    Verfasst von Sansibar | 24. September 2012, 12:51
  4. Pyka? Kann man das essen? Wir sprechen hier von deinem Bemühen Broders „Vollbrachtes“ abzuschmecken, Waldemar.

    Verfasst von Adam Poznanski | 24. September 2012, 14:16
  5. „eine Erwiderung auf Alexander Wallasch“ ? Da wird man doch neugierig. Ja , Herr Pabst, auch ich bin ein Freund von Alexander Wallasch, auch wenn das, wie Ihnen bekannt ist, nicht immer zwingend bedeutet, dass ich immer seiner Meinung sein müsste. Ob mich das zum Fan macht, weiss ich nicht. Der in dem Wort Fan steckende Fanatismus ist nun so gar nicht meine Sache. Ich nehme aber an, ich darf mich trotzdem „austoben“.
    Bei dem, was Sie hier eine „Erwiderung“ nennen, fragt man sich, ob sie die beiden Ursprungsartikel überhaupt gelesen haben. Schon die Behauptung, man müsse den Kolumnisten Wallasch nicht kennen, ist eine gewagte, war doch Niermann/Wallaschs „Deutscher Sohn“ einer der meistbesprochenen deutschen Romane des Herbstes 2010 und „Hotel Monopol“ eine der vergnüglichsten Milieuromane der letzten zehn Jahre. Wer sich natürlich mit zeitgenössischer Literatur nicht beschäftigen möchte, muss Wallasch nicht kennen. Ihm die Qualität als Schriftsteller hintenrum absprechen zu wollen , ist aber vollkommen daneben. Wer den Kolumnisten Wallasch kritisiert, sollte – wenn er schon seine Bücher nicht lesen mag – wenigstens seine Kolumne kennen. Bei Thema Antisemitismus scheinen Sie Herrn Wallasch mit der unsäglichen Frau Pyka zu verwechseln. Dieses Thema kommt bei ihm so selten vor, dass Ihre Behauptung der Antisemitismus gehört zu seinen Lieblingsthemen, auf eine gestörte, selektive Wahrnehmung Ihrerseits schließen lässt, die man „Morbus Broder“ nennen könnte.
    Offenbar halten Sie Jakob Augsteins Äußerung ebenfalls für antisemitisch und meinen, jederman müsse das erkennen. Dabei zitieren Sie ihn sogar. Also nochmal zum Mitdenken: Augstein schreibt “ „Kann man sich vorstellen, dass der kriminelle Kopte, der sich das vermutlich im Gefängnis ausdachte, und seine Crew ohne ihr Wissen dafür missbrauchte, in anderem als im eigenen Auftrag handelte? Zumindest traut man den Fundamentalisten im Lager der US-Republikaner und in der israelischen Regierung zu, die unerwartete Schützenhilfe politisch auszunutzen – was sie auch tun.“

    Hier wird „Fundamentalisten im Lager der US-Republikaner und in der israelischen Regierung“ unterstellt, sie würden einen Nutzen aus dem Hype um das Mohammed-Video ziehen. Nach Ihrer eigenen Definition ist Antisemitismus „die negative Haltung gegenüber Juden, das Belegen von Juden mit negativen Eigenschaften.“ Ja, könnte man so definieren, einverstanden. Aber wo findet sich denn in dem Augstein-Zitat „der Jude“, den auch Frau Pyka immer beschwört ? Sie werden wohl kaum die Frechheit haben zu behaupten, jeder Jude sei ein fundamentalistisches Mitglied der US-Republikaner oder der israelischen Regierung. Nur denen aber „unterstellt“ Augstein etwas. Was Sie in Wirklichkeit meinen ist doch, dass jegliche Kritik an israelischer Politik einem Deutschen aufgrund der Geschichte bei Strafe der Antisemitismusbezichtigung verboten zu sein hat. Dass es deutschen Schriftstellern oder überhaupt Deutschen ( was auch kritische deutsche Juden oder jüdische Deutsche einschließt ) nicht zusteht, sich kritisch zu israelischer Innen- oder Außenpolitik zu äußern. Blöde daran ist natürlich, dass es „den Juden“ in dieser Einheitsform gar nicht gibt und niemals gab. Auch innerhalb von Israel gibt es stark unterschiedliche Meinungen. Wenn man sich das Geschrei ansieht, dass z.B. Avigdor Liebermann gegenüber „Breaking The Silence“ ablässt, dann kann man schon erkennen, dass es auch innerhalb der israelischen Gesellschaft große Differenzen gibt. Falken und Tauben gab es schon immer und wenn ich dem einen oder dem anderen eine negative Eigenschaft zuschreibe, dann lasse ich mir weder von Broder geschweige denn von Pabst oder Pyka einreden, ich hätte „dem Juden“ eine negative Eigenschaft zugeschrieben. Arschlöcher gibt es in allen Völkern, bei allen Religionen und allen Weltanschauungen. Und erst wenn man als Deutscher auch eine israelische Dreckschleuder als solche bezeichnen kann ohne dass einem sofort ein Antisemitismusvorwurf gemacht wird, ist der Antisemitismus besiegt. Für die Achse des Guten mag diese undifferenzierte Sicht reichen, für die Realität nicht.
    Beste Grüße, Ihr Heinrich Schmitz

    Verfasst von Heinrich Schmitz | 24. September 2012, 17:54
    • Sie sind ein wahrer Freund, Herr Schmitz, das ehrt Sie.
      Ich hoffe, ich habe der sensiblen Autorenseele nicht allzu nachhaltigen Schaden zugefügt, obgleich selbiger beim Austeilen durchaus zu waschweibähnlicher Form aufzulaufen pflegt. Btw. ganz ohne Pykatrauma sind Sie offenbar auch nicht. Zumindest aber weiß ich Sie an meiner Seite, falls jemand auf die Idee käme, neben einem Blasphemieverbot auch noch Sondergesetze zum Schutze des gemeinen Schriftstellers vor polemischer Kritik zu fordern.
      Zur Sache allerdings sind ihre Ausführungen schon strange, um es vorsichtig zu formulieren, da ich Sie im Gegensatz zum Herrn Wallasch schätzen gelernt habe. Da ich genau diesen Passus beschrieben habe, möge sich der Leser sein eigenes Urteil bilden.

      Verfasst von Waldemar Pabst | 24. September 2012, 18:29
      • Ich glaube eher, der Wallasch hat Sie einfach einmal zuviel verbal abgewatscht auf European, und da Sie dort nie einen Stich landen konnten, spielen Sie nun die beleidigte und beleidigende Leberwurst, sie hässlicher alter Mann. Denn Zorn macht hässlich. Und für Ihr Alter können sie ja nichts.

        Verfasst von Dasper | 24. September 2012, 19:35
      • Das wird ja immer schärfer. Popcorn für alle.

        Verfasst von Waldemar Pabst | 24. September 2012, 20:11
    • Heinrich,
      Sie beginnen grandios. Das Auge des Lesers fesselnd, sprühen die ersten zwei Absätze geradezu vor didaktischer Brillanz. Auch der Peitschenhieb für das bayrische Wunderkind traf mitten ins Schwarze. Da, war das fehlen des Hinweises, dass A.W. schon gelegentlich antisemitisch rüberkommt, obwohl er sicher keine Juden in Öfen wirft. Man kann den AS auch profaner definieren: Ein AS poppt seltener a meydele, als ein bucher ’ne shikse. Bei A.W. ist es Neid auf recht hohem Niveau und lässt sich zumeist verschmerzen. Ich darf das sagen, denn ich bin hier der einzige Jude, Israeli und Deutscher in Einem. Sie nicht! Sie dürfen nichts sagen!

      Was dann von Ihnen folgte, war AS auf allerhöchstem Niveau – also die wirklich gefährliche Variante. Darum ein kleiner Vers von „mir“, extra für Sie, Heinrich, die Melodie müssen Sie sich aber selbst summen:
      Every breath You take
      Every claim You stake
      Every smile You fake
      Every step You take
      I’ll be watching You

      Verfasst von Adam Poznanski | 24. September 2012, 20:47
      • Adam Schatz, er hat Dich doch nur zitiert. Bzw. das erzählt was Du Schmock eigentlich sagen wolltest.

        Verfasst von Antek | 25. September 2012, 07:15
      • Nichts dagegen. Lesen Sie meinen Blog und schreiben mir was Sie meinen. Beste Grüße, Heinrich Schmitz

        Verfasst von Heinrich Schmitz | 26. September 2012, 14:08
  6. Bei European bin ich bereits gesperrt, da ich sowohl Wallasch als auch Poznanski beleidigt habe. Zwei Volltrottel für ein Hallelujah. Meiner Meinung nach hat es etwas Irres, soviel Mühe auf eine Widerlegung von einem lausigen Schmierfinken wie Wallasch aufzuwenden. Kanonen, Spatzen. Also wohl auch Papst ein Volltrottel. La-, la-lauter Geisteskranke! Immerhin, ein Gedanke tröstet mich. Dank der extra Klicks, die wir ergrimmten Kritiker beisteuerten, hat sich das Online-Magazin entschlossen, auch eine Print-Ausgabe zu veröffentlichen!

    Ja, es ist wahr. „Schon 40 Leser haben ein Abo geordert.“ http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/onlinemagazin-the-european-jetzt-auch-gedruckt-a-857660.html

    Na, ist das nicht eine gute Nachricht? Hurra hurra! Aber warum nur eine deutsche Ausgabe? Immerhin gibt es in Europa mehrere Dutzend Sprachen, Esperanto nicht zu vergessen. Tu-deh, Dschörrmani, tu-morroh, sse wörrld!

    Verfasst von No-Doz | 24. September 2012, 18:34
    • Sie sind sicher nicht gesperrt. Das gibt es dort sicher auch nicht. Lediglich asoziale Bemerkungen werden wohl gelöscht. Wenn Sie also immer asozial sind, könnte natürlich der Eindruck bei Ihnen entstehen, sie seien gesperrt. So wie der Eindruck entstehen könnte, Ihre Nachbarn mögen sie nicht. Letzteres stimmt allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit.

      Verfasst von Dasper | 24. September 2012, 19:37
      • Eiermann, sind Sie das? Stimmt, Sie habe ich auch „beleidigt“… wenn Sie so wollen. Eigentlich habe ich Ihnen lediglich reinen Wein eingeschenkt. Toll, Sie sind Leitender Redakteur (man beachte das große „L“, LOL) bei einem Magazin mit 40 Abonnenten, davon 36 Gratis-Abos für andere Medien, zwei Exemplare für die Deutsche Bibliothek und zwei zahlende (Ihre Eltern). Mam und Paps haben Ihnen ja schon die 4 Jahre Harvard spendiert, da fallen ein paar zehntausend Ömmen verlorene Investition für das Magazin nicht mehr ins Gewicht. Noch dazu steuerlich absetzbar.

        Okay, schön und gut, aber die 200.000 Dollar teure Education hat Ihnen nicht beigebracht, wie man so schreibt, dass der Leser bis zum letzten Absatz gerne mitgeht. Da ist ja Wallasch im Vergleich noch talentiert! Wie soll das weitergehen mit Ihnen? Spekulieren Sie auf die Theo-Sommer-Gedächtnis-Medaille, die alljährlich von einer Hamburger Wochenzeitschrift an den Verfasser der verschnarchtesten Leitartikel verliehen wird? Da gibt es aber Konkurrenten.

        Verfasst von No-Doz | 24. September 2012, 20:42
    • Liebe(r) NO-DOZ,
      Jetzt bin ich aber so gespannt, wie Nachbars Lumpi geil ist: WAS hatten’s denn Beleidigendes über mich in petto? Stichworte genügen. Ich versichere Ihnen von juristischen Konsequenzen abzusehen. Aber seien Sie dennoch auf der Hut vor Doktor Lector. Sie erinnern sich doch an „das Schweigen der Lämmer“? Dem spritzigen Zellen-Nachbar Hanibals, bekamen des Doktors Worte nicht so gut! 🙂

      Verfasst von Adam Poznanski | 24. September 2012, 21:08
      • Lieber Doktor, so unsterblich waren meine Tiraden auch wieder nicht, dass ich einen Durchschlag für die Akten behalten hätte. Ein oder zwei der milderen sind ja stehen geblieben: Im übrigen, sorgen Sie sich nicht, dass ich einer Ihrer Patienten sein könnte. Sorgen Sie sich vielmehr, dass Sie eventuell mein Patient sind :p

        Verfasst von No-Doz | 24. September 2012, 21:42
      • Noch etwas* zu Dr. P

        ———-

        Okay Doktersche. Es hat lange gedauert, aber jetzt habe ich es gerafft. Die Pyka hat dich nach Strich und Faden um die verdiente Anerkennung für deine Spürnase, dein hartnäckiges Nachfragen, und deine korrekte Fernpsychoanalyse der Wilkomirski-Nachahmerin Wachendorff betrogen.**

        So weit so schlecht. Als würde jemand in ein Labor spazieren, die gesammelten Datenreihen mitnehmen und anschließend den Fachaufsatz als alleiniges eigenes Werk publizieren. Kann man sie dafür verklagen, vielleicht, aber etwas gewinnen (Schadensersatz für entgangenes Autorenhonorar? Schmerzensgeld für verletzte Gefühle?) wohl nicht.

        Ja, Broder kann brutal und zynisch sein. Hat er kalt kalkuliert, dass eine schnuckelige Jungjournalistin (die auch gar nicht untalentiert ist), mit 10 cm langen falschen Wimpern und gut gefülltem Angora-Wollpullover, beim gemeinen Leser mehr Anklang findet als du middle-aged white male. Grausame Welt, die Amy Winehouse vergisst und einem Fake wie Lana del Rey ihren Schrott begierig abkauft.

        Was soll ich dir raten, Doktersche? Denk an den ur-frankfurterischen Serbo-Hessen Dragoslav Stepanovic und seinen wie immer zu 100 Prozent passenden Spruch: Lebbe gehd weider!

        In diesem Sinne,

        dein Internet-Therapeut

        No-Doz

        * Und zwar deswegen hier, weil das Posten auf Dr. P’s Blog nicht klappt (liegt wohl an meinen Internet-Einstellungen).

        ** Wobei: der Fairness halber muss man sagen, das Strickmuster dafür, wie man Kostumjüden kunstgerecht bloßstellt, haben andere schon vorher entwickelt, u.a. HMB selbst bei seiner Entlarvung der Edith Lutz.

        Verfasst von No-Doz | 26. September 2012, 06:43
  7. Erstaunlich, das der Onkel sich nicht zu blöde ist, den Artikel von Wallasch zu thematisieren um endlich mal Gehör und Kommentierungen zu bekommen. Hurenhaus.

    Verfasst von Hurrea | 24. September 2012, 19:46
  8. NO-DOZ,
    Ein wenig hast Du schon begriffen, nur leider nicht worum es mir geht. Ich bin ein begüterter Lebemann der sich sicherlich nicht um die Lorbeeren kleiner Schreiberlinge streiten will, sondern Polenz – und – neben der Wachtel weitere Tausende Kostümjuden jagt, die eben auch unter den Feinden der Wachtel stecken und mich darum diffamieren. Broder entlarvt darum nur solche KJs, die ihm nicht passen! Da die einzige Anzeige der W. nach wie vor gegen mich läuft – von der Wachtel – erwarte ich von „dem laufenden Meter“ eine publizistische Würdigung meiner Person. Denn NUR DANN, wird ein dt. Staatsanwalt den Mumm haben Polenz und die W. vor ein Landgericht zu bringen, a.G. des §164 StGB (bis zu 5 Jahre Haft). Alles klar jetzt, Du Psycho-Sandalette? 😉

    Verfasst von Adam Poznanski | 30. September 2012, 13:50
  9. Der Adam gegen den Rest der Welt Thread sollte bei Heni meets Pabst bleiben.

    Verfasst von Waldemar Pabst | 20. Oktober 2012, 13:19
  10. Zu diesem Pingback VON ALTEN FREUNDEN UND GEKRÄNKTEN JURISTEN | AFD WATCH – 31. DEZEMBER 2014:

    Da auch mein Blog als Beweis für die Freundschaft von Matussek und RA Schmitz angeführt wird, was völlig unnötig ist, da Heinrich Schmitz daran nie einen Zweifel gelassen hat, seien mit einige Anmerkungen zu diesem Elaborat gestattet:

    Pegidas sind verachtenswerte Spießbürger, die nichts mit dem Islam zu tun haben, um Mazyek mal zu zitieren. Sie habe da unten nämlich weder Probleme damit, noch eine Ahnung davon. Pegida ist das Aufbegehren des klassischen antiwestlichen, verschwörungsaffinen und wenn man etwas kratzt auch antisemitischen Jammerossis, der nie in der Demokratie angekommen ist, einen Scheißdreck mit der Revolution von 89 zu tun hatte, gegen die Möglichkeit, Menschen mit nichtarischer Optik in der Nachbarschaft sehen zu können. Das ist alles. Die Sache mit der Furcht vor der Islamisierung ist nichts als ihr Feigenblatt, weil sie selbst in der Masse zu feige sind, sich zum Rassismus zu bekennen. Das allerdings ändert nichts, wirklich gar nichts an ihrem Recht, zu demonstrieren. Wer sich ein selektives Demonstrationsrecht wünscht, ist ein Antidemokrat.

    Heinrich Schmitz ist der klassische Linksliberale (und ich kann Linksliberale nicht ausstehen), bei dem man sich darauf verlassen kann, dass er stets für das Recht auf eine freie Meinung des Andersdenkenden eintritt. Wer diesen Text der AfD Watcher hier liest, muss befürchten, dass dies für seine Verfasser nicht gilt. Wenn das bloße Eintreten von Heinrich Schmitz für das Recht von Matthias Matussek in einem freien Land eine freie Meinung zu äußern, an dieser Stelle zu einem solchen denunziatorischen Wutausbruch führt, dann lässt es den Verdacht zu, dass jeder, der sich für die „Falschen“ einsetzt, mit der Drohung dann in den Focus solcher Schreibe zu geraten, genötigt werden soll, lieber die Klappe zu halten. Wenn das der Inhalt eines Blogs sein soll, das sich gegen die Kremlingspartei AfD richtet, um deren Demokratiedefizite darzustellen, dann kommt einem doch die Geschichte mit dem Regen und der Traufe in den Sinn.

    Matthias Matussek hat einen schwachsinnigen HJ Vergleich bemüht, den Deniz Yücel mit 5 Zeilen bloßgestellt hat. Die hiesigen Autoren jedoch drohen mit der Justiz, mit dem mundtot machen des Andersdenkenden und sind so blöd, dass sie im selben Text, wo sie sich darüber aufregen, Matussek Denken im Sinne faschistischer Staatsautorität vorwerfen, raffen dabei nicht mal, wie sie sich damit argumentativ selber ad absurdum führen.

    Polemische Diskussion ist das Salz der Demokratie, das gerade in der Auseinandersetzung mit der AfD nicht zu kurz kommen darf. Mundtot machen, denunzieren, die Meinung des anderen unterbinden wollen, ist das definitive Gegenteil. Insofern ist AfD Watch ein Trauerspiel, das die Vorurteile der wehleidigen, sich ewig beleidigt und unverstanden fühlenden AfD’ler bestens bedient.

    Verfasst von Waldemar Pabst | 31. Dezember 2014, 17:36

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  1. Pingback: Von alten Freunden und gekränkten Juristen | AfD Watch - 31. Dezember 2014

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