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Weihnachten. Und nun?

In ein paar Tagen ist es wieder soweit, es ist Weihnachten.

Die meisten werden in Gedanken daran die klassischen Bilder vor Augen haben. Verschneite Landschaften (warum eigentlich?), mit Glitzerzeug überfrachtete, tote Nadelbäume und Kinder mit strahlenden Augen, die vor mehr oder weniger großen Bergen  an Geschenken stehen.

Wie konnte es soweit kommen? Und wer ist daran schuld?

Coca Cola natürlich, weiß der belesene Globalisierungsgegner, aber zugegeben so einfach ist es auch nicht.
Der Hersteller von Erfrischungsgetränken ist nicht nur dafür bekannt, den Rekord an gelösten Zuckerwürfeln pro Liter Wasser zu halten, sondern auch dafür, Santa Claus wieder ausgegraben zu haben und ihn mit einer Horde von leuchtenden Trucks um die Welt zu jagen. Und doch ist Coca Cola nur ein Trittbrettfahrer auf dem Weihnachtsexpress, der jährlich mit Volldampf durch unser Leben rauscht.

Ein Blick zurück. Ursprünglich ein christliches Fest, um die in der Bibel verkündete Ankunft des Messias, des Sohn Gottes zu ehren (und nein liebe Atheisten, das geht nicht auf ein Wald- und Wiesenfest von irgendwelchen barbarischen Stämmen zurück, das war Winter und Silvester) ist davon nicht mehr viel übrig. Ausgenommen natürlich der einmal jährliche Kirchenbesuch. Aber den macht man eigentlich, weil es so stimmungsvoll ist. Am besten mit verschneiter Kirche (warum immer Schnee?). Im Laufe der Jahrhunderte kamen allerlei Bräuche dazu, und es kamen die Geschenke.
Früher was praktisches, heute eher Spaß und Konsum. Und was pädagogisch wertvolles für die Kleinen darf auch nicht fehlen.
Für den Liebsten oder die Liebste was teures. Soll ja sehen, wie wichtig er oder sie einem ist und anders als mit dem Preisschild geht das nicht, oder doch?
An die Armen denkt man natürlich auch, gespendet wird in dieser Zeit soviel wie sonst im ganzen Jahr nicht. Auch das Gewissen soll beruhigt feiern können oder wer will schon an verhungerte Kinder in Afrika denken, wenn die Weihnachtsgans verzehrt ist oder an ausgebombte Familien in Syrien im warmen Wohnzimmer? Das würde nicht passen, aber zum Glück, die 50 EUR an irgendeine Organisation werden’s schon richten.

Denkt man selbst zurück an Weihnachten in der Kindheit, sind das bei den meisten positiven Erinnerungen. Man erinnert sich an die ersten Weihnachtsfeste und den Zauber, der dabei in der Luft lag. Der Zauber, den die Vorfreude gebracht, der Zauber, der von einem funkelnden Baum und Kerzen ausging, der Zauber den die ganzen Leckereien wie Lebkuchen und Plätzchen einem nicht nur in die Nase sondern auch in den Magen gebracht hat. In fortgeschrittenem, jugendlichen Alter legt sich der Zauber meist etwas und wird ersetzt durch die größere werdende Vorfreude auf Geschenke, am besten Bargeld oder Gutscheine.

Doch zurück zum Zauber. Warum machen alle diesen jährlichen Affentanz mit?
Genau wegen dieses Zaubers, der uns aus der frühen Kindheit verfolgt. Er hat uns gefangen, wir sind ihm erlegen. Eltern wollen, dass ihre Kinder auch diesen Zauber erleben dürfen, Erwachsene wollen wenigstens ein paar kurze Augenblicke davon wieder haben. Ihn noch einmal zu erleben. Denn das, was wir uns im Leben meist wirklich wünschen, gibt es selten in bunten Kartons mit Schleife.

Und ich?
Ich will keine Geschenke und das nicht aus einer Ablehnungshaltung gegenüber dem Konsum. Das was ich mir wünschen würde, kann mir kein Christkind, kein Weihnachtsmann und auch sonst niemand bringen.
Für mich ist Weihnachten ein Fest der Hoffnung. Ich hoffe, dass auch ich einen Moment dieses Zaubers haben werde, den man oft nur ein paar Sekunden fühlt, in Momenten in denen man gar nicht damit rechnet. Diese besonderen Momente bleiben meist länger in Erinnerung als Berge von Geschenken. Ich hoffe, dass ich in den Gesichtern meiner Familie und meiner Freundinnen und Freunden auch für einen Moment lang diesen Zauber und diese Freude sehen kann und ich hoffe, dass die Hoffnungslosen wenigstens wieder Hoffnung haben.

Ich wünsche Euch allen ein bezauberndes Weihnachtsfest, mit vielen Geschenken, leckerem Essen und Getränken und dass auch Ihr Euren Weihnachtsmoment erlebt (auch ganz ohne Schnee).

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Diskussionen

Ein Gedanke zu “Weihnachten. Und nun?

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