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Waldemar

Deutsche Wahrnehmungsstörungen

Vor zwei Jahren bebte vor Japan die Erde und ein dem folgender Tsunami kostete wohl 20.000 Menschen, rechnet man die bis heute Vermissten ein, das Leben. Schon zu dieser Zeit spielte sich im deutschen Medienleben und darauf in der Politik eine verstörende Groteske ab. In Folge des Tsunamis wurde auch das Kernkraftwerk von Fukushima beschädigt und es kam zu katastrophalen Zerstörungen mehrerer Reaktoren und radioaktiven Verseuchungen des Umlandes, was gar nicht bestritten werden soll. Auch ein desaströs wirkender Umgang von Seiten der Betreiberfirma und der staatlichen Stellen damit, war nicht von der Hand zu weisen. Während aber ganze Regionen von den Horrorwellen vernichtet waren und verzweifelt die Überlebenden nach ihren Toten suchten, hatte Deutschland nur das Thema der hypothetischen Fukushimaopfer und die Panik vor angeblichen radioaktiven Wolken, die auf Millionenstädte hernieder regnen würden. Die realen Opfer des Tsunamis interessierten niemanden mehr. Enttäuschend für manche nur, dass sich kein japanischer Atomflüchtling bei aus dem Boden schießenden privaten deutschen Notquartieren meldete.

Deutschlands grüne Seele allerdings kam doch zum Zuge. Als würden täglich Tsunamis die Reaktoren des teutonischen Binnenlands bedrohen, stieg die CDU Regierung aus der Atomkraft aus, erfand das, was sie Energiewende taufte, deren Folgen schon heute Haushalte finanziell erwürgen, deren unproduktive, subventionierte Sonnen- und Windanlagen ebenso Förderungshaien goldene Nasen wachsen ließen, wie sie die Industrienation Deutschland ruinös vom internationalen Wachstum abkoppeln werden. Fukushima wird in einem Atemzug mit Tschernobyl genannt, jenem sowjetischen Reaktor, der bei einem nur kriminell zu nennenden Experiment aus kommunistischem Denken explodierte und tatsächlich mehrere tausend Menschen das Leben kostete, zumeist während der Aufräumarbeiten, als Soldaten, Rettungskräfte und Freiwillige ungeschützt in die Strahlung gejagt wurden. Dem schlechten Unfallmanagement von Fukushima, den überspannten Kräften des japanischen Staates, der zur selben Zeit mit riesigen zerstörten Landflächen konfrontiert war, in denen bei Teils vernichteter Infrastruktur zehntausende Opfer des Tsunamis gerettet und geborgen werden mussten aber gelang es bis heute ohne nachweisbare Todesopfer durch atomare Strahlung, die geborstenen Reaktoren zu entschärfen. Es scheint, sehr zum Ärger deutscher Atomkraftgegner.

Wenn es damals entsetzte, dass die Getöteten des Tsunamis in der hiesigen Atomhysterie keinen Grünmenschen bewegten, gelang es zwei Jahre danach, den Irrsinn auf die ekelhafteste Weise zu toppen. Hat man keine realen Fukushimatoten, dann macht man sich eben welche. Claudia Roth, die gerade noch Patschehändchen mit dem Henker der iranischen Kurden spielte, erinnerte sich der 20.000 im Tsunami Umgekommenen und funktionierte sie kurzerhand um:

„Heute vor zwei Jahren ereignete sich die verheerende Atom-Katastrophe von Fukushima, die nach Tschernobyl ein weiteres Mal eine ganze Region und mit ihr die ganze Welt in den atomaren Abgrund blicken ließ. Insgesamt starben bei der Katastrophe in Japan 16.000 Menschen, mehr als 2.700 gelten immer noch als vermisst. Hunderttausende Menschen leben heute fernab ihrer verstrahlten Heimat. Unsere Gedanken sind heute bei den Opfern und ihren Familien. Die Katastrophe von Fukushima hat uns einmal mehr gezeigt, wie unkontrollierbar und tödlich die Hochrisikotechnologie Atom ist. Wir müssen deshalb alles daran setzen, den Atomausstieg in Deutschland, aber auch in Europa und weltweit so schnell wie möglich umzusetzen und die Energiewende voranzubringen, anstatt sie wie Schwarz-Gelb immer wieder zu hintertreiben. Fukushima mahnt“.

Es scheint, als bräuchte der Atomausstieg zur Begründung Tote und es schmerzte einfach das ökologische Befinden, dass Fukushima solche nicht hergab. Die Empathielosigkeit gegenüber den von den Fluten aus dem Leben gerissenen Menschen findet so ihren Höhepunkt darin, für ihr Sterben eine neue Ursache zu erfinden, die sich zu den durchsichtigen politischen Zwecken missbrauchen lässt. Wer glaubt, Claudia Roth stünde darin allein, der irrt. Es war bereits heute früh die Tagesschau, das „Qualitätsmedium“ des Zwangspay-TV, die uns mit derselben Lüge kam. Nur etwas raffinierter formuliert:

„Japan gedenkt Opfer der verheerenden Erdbeben- und Tsunamikatastrophe vor 2 Jahren. Ein Beben der Stärke 9 hatte den Nordosten des Landes erschüttert und eine Tsunamiwelle ausgelöst. In der Folge kam es zu einem Reaktorunfall im Kernkraftwerk Fukushima. Fast 16.000 Menschen starben. Tausende gelten noch als vermisst.”

Beim anderen Demokratieabgabemedium gab Deutschlandradio Kultur zum besten:

Mit einer Schweigeminute hat Japan dem GAU in Fukushima und den fast 19.000 Toten der Katastrophe gedacht„.

Jene, die die Energiewende als notwendig postulieren, sollten eine Minute innehalten und sich fragen, ob es nicht ein Grund zum Zweifeln wäre, wenn ihr Ziel offensichtlich zur Legitimierung derart dreister, schmutziger Unwahrheiten bedarf.

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Auch veröffentlicht bei cdu-politik.de

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Über Waldemar Pabst

Undogmatischen Konservativer. Nazifeind, Antikommunist, entschiedener Gegner jedes religiösen Totalitarismus, Rassismus und nicht zuletzt der Verschwörungstheoretiker. Bekennender Israelfreund und das, was man einmal einen “Atlantiker” nannte. Vertritt uneingeschränkt das Gesellschaftssystem der freien Welt. Blog: https://schwarzoderweiss.wordpress.com/

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