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Waldemar

Darum Mutti und die CDU!

Angie 1bNein, dies ist kein Blog. Dies ist ein Aufruf. Mein ganz persönlicher, subjektiver Aufruf, die Union zu wählen, damit Mutti Kanzlerin bleibt. Dies ist Wahlkampf, mein Wahlkampf.

Im krassen Gegensatz zur lauen Stimmung, findet am Sonntag in diesem Land eine Richtungsentscheidung statt, was viele nicht wirklich sehen, weil jeder erzählt, Merkel bliebe ohnehin Kanzlerin. Die Wahrheit ist, zwischen dem jetzigen Regierungsbündnis und der Opposition aus SPD, dem grünen Verbotsverein und der umbenannten Täterpartei der zweiten deutschen Diktatur herrscht nach allen Umfragen ein knapper Gleichstand mit Vorteil für die Linksparteien.

Wer das mit Schulterzucken abtut, weil dann doch selbstverständlich die Große Koalition käme, der möge sich an Hessen vor einigen Jahren erinnern und auf der Reihe haben, dass Steinbrück Sonntag um 18:01 Uhr Geschichte ist. Danach stehen Sigmar Gabriel und Andrea Nahles vorn. Von den führenden Figuren der SPD der letzten großen Koalition ist kaum einer übrig, die SPD hat entschieden mehr Berührungspunkte mit den Bolschewisten, als mit der CDU. Dass man mit den Feinden der Freiheit nicht koaliert, ist schon seit langem auf Länderebene völlig gleichgültig geworden. Eine Niederlage von CDU und FDP bedeutet noch lange keine Große Koalition, die im übrigen angesichts der Gegensätze auch eher lähmend wäre.

Die CDU unter Angela Merkel hat in den letzten Jahren eine Menge Mist gebaut und wichtige Positionen der Union fahrlässig über Bord geworfen? Die Energiewende, der Weg ins Rückwärts, in ungebremst steigende Energiekosten, ins Verdienen goldener Nasen auf Kosten des Steuerzahlers lebender Ökoabsahner? Die Aufgabe konservativer Positionen aller Orten, ein Verrat an den eigenen Grundsätzen? Kein Umdenken bezüglich der Strukturen der EU, eine kostspielige und demokratiefeindliche Dummheit? Narrenfreiheit für Klimareligiöse im Umweltministerium? Ja, das alles stimmt. Das macht es schwer, für Mutti Position zu beziehen, das macht Bauchschmerzen, das fordert zu Gegenpositionen heraus. Nur ist die Alternative bei dieser Wahl die Potenzierung all dessen durch eine Linksregierung. Die Ernennung des Klimaglaubens zum Staatsdogma, die Zerstörung der Familienstrukturen, der Ver- und Gebotsstaat mit Denkbeschränkungen, die unbezahlbare Energie in kalten Wohnungen, die bereitwillige Übernahme der Schulden anderer EU Länder ohne Auflagen und Nachfragen, das ist das Programm des Gegners. Fünf Millionen Arbeitslose und die höchste Konkursrate seit Bestehen der Bundesrepublik war bereits die Bilanz des schröderschen Rot/Grün Experiments. Jeder, der auch nur einigermaßen Denken kann, mag sich errechnen, was eine heutige Gabrielregierung anrichten würde. Eine Regierung, inhaltlich geprägt von den Grünen, dieser Inkarnation der Moralheuchler mit Vergangenheit aus K-Gruppen, Esoterikern und Pädophilen, die heute mit erhobenem Zeigefinger und dem moralinsauren Gesicht ihre Meinung zur absoluten Wahrheit stilisieren und deren totalitäre Gesinnung, die alles, woran Menschen Spaß haben, mit tiefem Misstrauen betrachtet, ihren sektiererischen Lebensstil den Bürgern in diesem Lande bis hin zum Mittagessen aufzwingen will. Nur bodenlose Borniertheit kann behaupten, dies wäre im Grunde dasselbe, wie die Merkelregierung.

Es sind Bruchteile von Prozenten, die diese Leute zu dieser Stunde von der Verwirklichung ihrer Sehnsüchte trennen. Nicht zuletzt auch deshalb, weil sich, durchaus als Reaktion auf die Fehler der CDU Führung und der Regierung, eine Gruppierung gebildet hat, die sich AfD nennt. Der Versuch, auf diese Weise die Fehler der CDU zu korrigieren ist ebenso legitim, wie falsch und kontraproduktiv. Allen sei klar, dass die AfD nicht die Spur einer Chance hat, in den Bundestag einzuziehen. Jede bürgerliche Stimme für sie nützt ausschließlich der linken Seite, eine Mehrheit der Mandate zu erringen. Objektiv betreibt die AfD das Geschäft von Rot-Rot-Grün. Wie sehr das auch von denen geschätzt wird, zeigen die öffentlich-rechtlichen Medien, die in den letzten Wochen die AfD auf 4% hochjubelten, auf dass der Glaube herrsche, sie hätte eine Chance. ARD und ZDF machen Wahlkampf für das rotgrüne Deutschland, sie haben erkannt, dass der Weg dahin über die AfD führt. Aber es sind nicht nur die Grundrechenarten, die die AfD zum Gegner machen. Sie hat auch inhaltlich kaum etwas mit dem zu tun, was die Grundsätze eines Konservativen sind, der seine Wurzeln bei Adenauer, Strauß, Reagan und Kohl hat. Sie ist monothematisch auf den Euroausstieg gerichtet und betreibt Bankenbashing als Propaganda. Sie hat zu Europa nicht mehr zu sagen, als den in der Tat unumgänglichen Stop der weiteren Abgabe von nationalen Kompetenzen an die anonyme, demokratisch nicht legitimierte EU Bürokratie. Tatsächlich ist diese Bürokratie als solche das Problem, nicht der Euro als Währung, deren Reform ganz oben auf der Agenda sein sollte. Schon hier, in ihrer Kernkompetenz, ist die AfD ideenlos und springt zu kurz. Gefährlich wird sie dann, wenn sie ignoriert, dass der Zusammenbruch von Banken mit seinem Dominoeffekt die Ursache von 1929 war und der Fall Lehmann bewiesen hat, dass dies heute genauso gilt. Wenn Angela Merkel ein unglaubliches Verdienst hat, dann ist es jenes, dieses Land seit 2008 durch einen drohenden weltwirtschaftlichen Zusammenbruch mittels Stützung von Banken, wie sehr einem deren Exponenten zuwider sein mögen, balanciert zu haben, ohne dass dabei die Lebenumstände des einzelnen Schaden nahmen und sogar mit einem volkswirtschaftlichen Ergebnis, das sich sehen lassen kann. Heute steht Deutschland wieder an der Spitze Europas, am Ende der Schröderzeit galt es als kranker Mann. Leute wie Lucke, die nie Gefahr laufen, in die Verantwortung zu geraten, führen dumme Propagandareden, an deren Gehaltlosigkeit und Gefährlichkeit auch der Professorentitel nichts ändert. Und sie verführen Menschen dazu, ihnen ihre Stimme zu geben, auf das die deutsche Linke das Verhängnis herbei führen könnte.

Wem das alles nicht reicht, um wieder die CDU zu wählen, der möge sich vor Augen führen, dass AfD wie Linkskoalition ein antiwestliches, die USA verachtendes Weltbild eint. Beide wollen einen deutschen Sonderweg, wollen sich aus der festen Allianz mit den USA lösen, beider Anhänger nennen transatlantische Unterwürfigkeit, was urdeutsches Interesse ist. Die einen drängt es, sich in einem Deutschland zwischen dem Westen und Rußland mit Rückversicherungsideen einzuigeln, was so furchtbar im vergangenen Jahrhundert gescheitert ist, die anderen fort von den westlichen Werten, hin zum neudeutschen Müsli- und Windradimperialismus. Beider Stellungnahmen zu NSA und Syrien waren identisch. Beide übersehen, dass die feste Zugehörigkeit zum Westen, das Bündnis mit den USA die einzigartige Erfolgsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland von Adenauer über Kohl bis heute ist. Jede Regierung, die nicht von der CDU geführt würde, ginge vom nächsten Montag an daran, genau dies zu ändern. Jede Regierung, die nicht von der CDU geführt würde, dies speziell an alle meine Israelfreunde der unterschiedlichsten Couleur, im Wissen, dass Merkels Unterstützung eher lau war (allerdings sollten die U-Boote nicht vergessen werden), wäre eine Regierung, die die „Israelkritik“ zur Grundlage deutscher Außenpolitik machen würde. Das wäre eine gänzlich neue, alte deutsche Welt. Ein Alptraum, der durch Wählen verhindert werden kann.

Die FDP ist seit Bayern völlig ungefährdet. Genug werden panisch ihr die Zweitstimme geben – auf Kosten der Union. Wer glaubt, die FDP retten zu müssen, sollte nicht vergessen, dass die 10% in Niedersachsen, nachdem in den Umfragen von 4% die Rede war, dort die Regierungsmacht gekostet haben.

Beide Stimmen für die CDU!

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Über Waldemar Pabst

Undogmatischen Konservativer. Nazifeind, Antikommunist, entschiedener Gegner jedes religiösen Totalitarismus, Rassismus und nicht zuletzt der Verschwörungstheoretiker. Bekennender Israelfreund und das, was man einmal einen “Atlantiker” nannte. Vertritt uneingeschränkt das Gesellschaftssystem der freien Welt. Blog: https://schwarzoderweiss.wordpress.com/

Diskussionen

9 Gedanken zu “Darum Mutti und die CDU!

  1. Recht hast Du, Waldemar! Deshalb empfiehlt auch die Aktion Linkstrend stoppen e.V.: „Cool bleiben!“ und nach dem Wahltag die Ärmel hochkrempeln und die Partei von innen aufräumen. Denn das ist das letzte Mal, dass wir „Mutti“ den Hintern retten.

    Verfasst von Aktion Linkstrend stoppen e.V. - Sprecher Michael Werner Nickel | 20. September 2013, 18:14
  2. Ihre Analysen wären völlig korrekt, WENN die AfD tatsächlich wie geschildert keinerlei Chance hätte in den Bundestag einzuziehen. Das ist aber nicht der Fall. Im Gegenteil ist es doch die AfD, vor der alle fünf Bundestagsparteien am meisten zittern: Sie alle, gerade auch CDU und FDP, wollen aus der EU die „Vereinigten Staaten Europas“ machen (nachzulesen im gleichnamigen Wikipedia-Artikel) . Insofern kann ich den Vorwurf nicht verstehen, die AfD habe „zu Europa nicht mehr zu sagen, als den in der Tat unumgänglichen Stop der weiteren Abgabe von nationalen Kompetenzen an die anonyme, demokratisch nicht legitimierte EU Bürokratie“. Erstens stimmt das nicht, zweitens wäre das, selbst wenn dem so wäre, doch schon eine ganze Menge und besser als alles was die anderen Parteien zustande bringen. Denn die AfD steht für diesen Stopp, die CDU eben nicht. Jetzt macht Angie noch auf schwäbische Hausfrau, nach der Wahl erfolgen dann ja die Eurobonds, wie Schäuble schon durchblicken lässt. Wer hingegen gelegentlich ARD und ZDF guckt wird feststellen dass die keineswegs Sympathien für die AfD hegen, sondern entweder gar nicht oder mit der Nazikeule berichten – irgendwie logisch, will die AfD doch GEZ-Gebühren kürzen. Freiheit des Inviduums vor den totalitären Bestrebungen eines Überwachungsstaates, wie die NSA ihn repräsentiert, ist in meinen Augen eine Position, die eigentlich gerade Konservative teilen müssten – statt geistig im Kalten Krieg zu verharren, muss man anerkennen, dass Nibelungentreue zur USA gerade nach den jüngsten Enthüllungen zumindestens hinterfragt werden sollte und eine eigenständigere Außenpolitik Not tut. Nach Ihrem Text jedenfalls ist meine Entscheidung sicher, AfD zu wählen.

    Verfasst von Leonard M. | 20. September 2013, 21:10
    • Sie waren auch schon vorher sicher, AfD zu wählen. Aber ich kann nur polemisch antworten, es ist immer schlecht, die eigene Propaganda zu glauben. Träumen Sie bis Sonntag weiter, wir werden sehen. Im übrigen lehne ich, wenn Sie lesen würden, die AfD nicht nur der Grundrechenarten wegen ab, sondern weil sie allem, wofür ich stehe, widerspricht. Das haben auch Sie eben noch einmal trefflich herausgearbeitet. Der deutschnationale Rückzug in den Isolationismus ist ein bedauerlicher Irrweg.

      Verfasst von Waldemar Pabst | 20. September 2013, 21:17
  3. Ich werde AFD wählen, ganz egal ob sie die 5% schaffen kann oder nicht. Sie ist einfach die einzige ernstzunehmende Opposition gegen den dominierenden linksgrünen Block aus CDU/SPD/FDP/Grüne/Linke/Massenmedien.

    Verfasst von Feldheld | 21. September 2013, 07:48
  4. Herzchen, so sehr ich deine politische Meinung sonst schätze, hier lag die Linke mit ihrer Einschätzung vorn.
    Ein reizendes Gefühl.

    Verfasst von Licentia | 14. Januar 2014, 10:15
  5. Wahlkampf musste auch mal sein.

    Verfasst von Waldemar Pabst | 14. Januar 2014, 20:58
    • Stimmt. Nur habe ich wirklich gekämpft.
      Verdammte Unterstützer Unterschriften….
      Dennoch: köstlich.
      Ich verzichte darauf dich zu foppen, Cherie.

      Verfasst von Licentia | 14. Januar 2014, 21:58
  6. Reizend.

    Verfasst von Waldemar Pabst | 14. Januar 2014, 22:17

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